Der Simulator erlaubt im Rahmen des festgelegten Simulationsumfanges die Schulung der Betriebszustände und Betriebstransienten sowie darüber hinaus die Schulung der wichtigen Störfälle. Er reagiert wie die Anlage, d.h. das Bedienpersonal lernt in einem originalgetreuen Umfeld. Die Schulungsaufgaben können beliebig oft wiederholt werden. Bei den Störfällen können Anlagenschäden simuliert werden, die im normalen Anlagenbetrieb nicht auftreten und deshalb in der Anlage nicht geschult werden können. Ziel aller Trainingsmaßnahmen ist es, der Bedienmannschaft das erforderliche Wissen und seine rechtzeitige Anwendung im Anlagenbetrieb zu vermitteln. Der Ausbilder kann während der Schulung Meßwerte verändern, Signalgeber ausfallen lassen, einzelne Baugruppen ihren Betriebszustand verändern lassen und Funktionsbausteine plötzlich stören. Ein Mix dieser zahlreichen Varianten läßt unbegrenzt viele Störfallszenarien entstehen.

Zum Beispiel können


Der Wartenraum des KW Trainers für 800/900 MW Anlagen ist eine genaue Nachbildung der Warte des Kraftwerkes Schwarze Pumpe. Der Schulungsbetrieb findet unabhängig vom Anlagenbetrieb statt, was für den Schulungs- und den Anlagenbetrieb vorteilhaft ist. Durch den hohen Automatisierungsgrad bietet der ungestörte Anlagenbetrieb wenig Gelegenheit, die Beherrschung von außergewöhnlichen Betriebszuständen zu erlangen. Das kann optimal auf dem Simulator erfolgen.

Jährlich werden am Simulator voraussichtlich etwa 250 Kraftwerkstechniker ausgebildet, dabei lernen sie virtuell die Welt eines Kraftwerks kennen und beherrschen.
Die Grundausbildung umfaßt zwecks Aneignung des erforderlichen Fachwissens neben der theoretischen und praktischen Ausbildung auch ca. 2-4 Wochen Simulatortraining.
Für den Erhalt des Fachwissens wird das Personal je nach Ausbildungsstand jährlich ca. 1-2 Wochen wiederkehrend am Simulator geschult